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Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Justinian-Brücke, neolithische und
bronzezeitliche Überreste sowie die Ruine eines hethitischen
Tempels auf dem Hügel Gözlükule, das türkische Dampfbad 'Sahmeran'
und eine römische Badeanlage. Schattige Bäume und murmelnde
Quellen an den Tarsus-Wasserfällen im Außenbezirk der Stadt
sorgen für einen idyllischen Nachmittag. Über dem
Karaburcak-Park hängt der Duft der Eukalyptusbäume.
Im Herzen der
Cukurova (Kilikien) liegt Adana, viertgrößte Stadt der Türkei
und Zentrum einer blühenden Landwirtschaft und
Textilindustrie. Eine im 4. Jh. stammende römische Steinbrücke
'Tasköprü' unter Kaiser Hadrian erbaut und unter Kaiser
Justinian renoviert, wölbt sich über den Seyhan, der die Stadt
teilt. Von den ursprünglich 21 Bogen der Brücke sind noch 14
erhalten. Sehenswert sind die Ulu-Moschee aus dem 16. Jh., die
Eski Moschee, die Hasan Aga-Moschee, der Uhrturm aus dem 19.
Jahrhundert und der alte Bedesten. Die Besichtigung der Museen
für Archäologie mit hethitischen und römischen Funden aus
lokalen Grabungen, für Ethnologie mit Exponaten aus dem
Alltagsleben der Region und des Atatürk- und Kulturmuseums
gehört zur Stadttour.
Danach sollten Sie ein 'Adana-Kebap' probieren, ein
sensationell gewürztes Hackfleischwürstchen, das Ihre
Lebensgeister wieder wecken wird. Zu den lokalen Speziaitäten
gehören auch die Getränke 'Salgam' (Wasserrübensaft) und 'Sira',
eine Art Traubensaft.
Am Seyhan-Stausee im Norden der Stadt kann man sehr schöne,
schattige Spaziergänge machen und in den dortigen Teegärten
und Restaurants eine Erfrischung zu sich nehmen. Bei
Sonnenuntergang bietet der Anblick der Stadt und des sich
friedlich dahinschlängelnden, von der Abendsonne rubinrot
gefärbten Seyhan mit seinen aufblitzenden Lichtreflexen ein
bezauberndes Bild.
Die nächsten Strande mit Unterkunftsmöglichkeiten sind bei
Yumurtalik, wo eine alte Burg den malerischen Fischerhafen von
Karatas bewacht. Hier entspannen sich die Fischer abends im
Camlik-Park. Im Kreis Karatas befindet sich der Akyatan-See,
wo Ornithologen voll auf ihre Kosten kommen. Das Ufergebiet
ist auch Brutplatz der Meeresschildkröte Caretta Caretta. Der
Agyatan- See ist ebenfalls ein Vogelhabitat.
An der Straße von Adana nach lskenderun in der Nähe von
Yakapinar liegt Misis, eine einst blühende Stadt infolge ihrer
günstigen Lage an der geschichtsträchtigen Seidenstraße. Heute
stehen hier noch einige Ruinen aus römischer Zeit und eine
sehr schöne Steinbrücke, die leider bei dem Erd beben 1998
erheblich gelitten hat. Sehenswert ist ein sehr schönes Mosaik
aus dem 4. Jh., die Arche Noah mit ihren Tieren darstellend.
Weiter am Wege folgen die beeindruckenden Ruinen der Burg
Yilanli oder Sahmerankale auf einem felsigen Bergplateau am
Ceyhan-Fluß. Im Kreis Ceyhan steht die Kurtkulagi- (oder
Sahmeran) Karawanserei an der alten Handelstraße nach Aleppo.
Sie wurde restauriert und ist heute ein Ausstellungzentrum für
regionales Kunsthandwerk. Südlich von Yilanli Kale befindet
sich Sirkeli. Hethitische Reliefs besagen, daß Hethiterkönig
Muwattalisch auf seinem Weg nach Ägypten hier eingehalten hat.
Nördlich des Ceyhan stößt man auf das alte Anavarza, heute
Dilekkaya, mit römischen Ruinen. Das kleine Museum beherbergt
zwei äußerst sorgfältig gearbeitete Mosaike aus dem römischen
Bad.
Osmaniye ist die jüngste Provinz der Türkei und der
Ausgangspunkt zu weiteren antiken Stätten. Am Abhang des
Düllük sprudelt eine Thermalquelle, die der Kalif Harun al
Raschid eingeweiht hat. Auf der Straße nach Karatepe gelangt
man zu dem römischen Castabala mit Säulengängen, Theater,
Bädern und einer auf dem Berg gelegenen Burg. In der
späthethitischen Stadt Karatepe im Karatepe-Nationalpark
befand sich die Sommerresidenz des Hethiterkönigs Asitawada.
Hier wurden bedeutende hethitische Hieroglypheninschriften und
seltene phönizische Schrifttafeln gefunden. Im Freilichtmuseum
stehen wunderschöne, fein gearbeitete Reliefs, die von der
Bedeutung und Ästhetik dieser alten Kulturen zeugen. Die
Region war zur Zeit der Kreuzzüge heiß umkämpft. Die mächtige
Festung Toprakkale konnte über einige Zeit hin weg von den
Kreuzrittern gehalten werden. Alexander der Große hat 333
v.Chr. bei lssos, dem heutigen Dörtyol, dem persischen
Großkönig Darius eine vernichtende Niederlage beigebracht.
Heute ist das Schlachtfeld ein einziger Wald aus Orangen-,
Zitronen-, Mandarinen- und Pampelmusenbäumen.
In Yakacik (Payas)
am Golf von Iskenderun steht der prachtvolle Bauten-komplex
des Sokollu Mehmet Pascha (16. Jh.), bestehend aus einer
Moschee, einer Medresse, einem Bad, einem Bedesten und einer
Karawanserei; weitere sehenswerte Baudenkmäler sind der
Geisterturm (Cin Kulesi) und die Burg. lskenderun hieß
ursprünglich Alexandrette und ist von Alexander dem Großen
nach seinem Sieg über die Perser gegründet worden. lskenderun
ist heute eine blühende Handels- und Hafenstadt.
Ausgezeichnete Hotels, Restaurants und Cafes säumen die
palmenbestandene Uferpromenade. Ein kulinarischer Leckerbissen
Iskenderuns ist die Geißelgarnele. Feinschmecker sollten zudem
nicht versäumen, 'Künefe' zu zu probieren, eine warme
Nachspeise aus gemahlenem, gesüßtem Weizen, gefüllt mit
geschmolzenem Käse, und 'Humus', ein appetitanregendes Gemisch
aus pürierten Paprikaschoten, Kichererbsen und Knoblauch. Ein
traditionelles regionales Handwerk ist die Holzschnitzerei. In
lskenderun kann man sehr schön geschnitzte Stühle, Tische und
Truhen erwerben.
Südlich von lskenderun liegt die Ferienstadt Ulucinar (Arsuz)
an der Küste mit schönen Stränden, Hotels und Restaurants.
An der Straße nach Antakya liegt der Erholungsort Sogukoluk in
den Bergen, ein kühles Refugium in der sommerlichen Gluthitze.
Nach Überquerung des Belen-Passes folgt die Burg Bagras, die
vielen Herren, darunter Hellenen, Byzantinern, Mamelukken und
Kreuzrittern, gedient hat. Im Burgbereich steht eine
Kirchenruine.
Antakya, das biblische Antiochien, am Asi (Orontes) dehnt sich
in einer fruchtbaren Ebene umgeben von hohen Bergen aus und
war einst die für ihren Wohlstand und Luxus berühmte
Hauptstadt der Seleukiden. Die Zeit der Gründung ist
unbekannt, es wurden aber hethitische Siedlungsspuren
gefunden. Die kulturelle und kommerzielle Blüte der Stadt hat
auch unter den Römern weiter bestanden. Weltberühmt wurde
Antakya in der Frühzeit des Christentums, als die Heiligen
Paulus, Petrus und Barnabas sich hier aufhielten. Hier wurden
die Anhänger Jesu zum ersten Mal 'Christen' genannt. Das
Museum von Antakya kann sich rühmen, im Besitz einer der
reichsten Mosaiksammlungen der Welt zu sein (montags
geschlossen). Die fantastischen steinernen Gemälde kamen zum
größten Teil bei Ausgrabungen in Antiochien und dem in der
Nähe liegenden Daphne zum Vorschein. Außerhalb der Stadt liegt
die Petrusgrotte, eine Felsenkirche, in der Petrus die erste
christliche Gemeinde gegründet hat. Der Platz wurde 1983 vom
Vatikan heilig gesprochen. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten
gehören der von quirligem Leben erfüllte Bedeckte Basar und
die Habib Neccar-Moschee.
Südlich der Petruskirche steht das in der Bibel erwähnte
'Eiserne Tor' . Beim Bummel durch die Gässchen des
Altstadtviertels kommt es einem unwillkürlich so vor, als ob
St. Petrus, St. Paul und St. Bamabas kürzlich erst hier
durchgegangen seien. Die Burg von Antiochien steht hoch über
der Stadt und schenkt einem einen prachtvollen Rundblick.
In Harbiye, dem antiken Daphne, südlich von Antakya, hat, wie
die mythologische Legende berichtet, Apollo versucht, sich die
Waldnymphe Daphne gefügig zu machen. Daphne hingegen zeigte
keine Neigung und hat sich, um Apollos Nachstellungen zu
entgehen, in einen Lorbeerbaum verwandelt.
Der Ort war in
römischer Zeit ein luxuriöser Villenvorort und ist heute mit
seinen vielen Lorbeerbäumen und kleinen Gewässern ein
erholsamer Ausflugsort.
Im Oktober kann man hier die berühmten Harbiye-Datteln
verspeisen und die ebenso berühmte, Lorbeer duftende Seife
erwerben.
Samandag, 25 km von Antakya entfernt, gebietet über einen
herrlichen Strand. Nördlich des Ortes liegt die 300 v. d.Zw.
gegründete Stadt Seleucia Peria, das heutige Cevlik, die erste
Station der Missionarsreise der Heiligen Petrus und Barnabas.
Die Römer haben hier ein Wunder-Werk der Technik in Form des
Titus Tunnels zum Auffangen und Weiter leiten von Regenwasser
gebaut, das gemessen am technischen Stand unserer Zeit auch
heute noch Erstaunen erregt. Keinesfalls sollte man sich eine
Besichtigung des Zeus-Tempels am Alten Hafen von Kapisuyu, von
wo man eine wunderbare Aussicht hat, entgehen lassen.
Von Antakya ausführen zwei Routen nach Syrien: die eine in
östlicher Richtung über die Grenzstadt Reyhanli nach Aleppo (Halep)
und die andere nach Süden über Yayladag nach Lazkiye, Tripoli
und Beirut.
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