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Westlich von Antalya
An der Küste ragen
die Taurusberge auf, und der ganze Küstenstreifen vom
Konyaalti-Strand bis zur Kirlangic-Halbinsel ist als Bey
Daglari (Olympos-Nationalpark) geschütztes Gebiet. Die
Halbinsel ist seit der vorgeschichtlichen Zeit besiedelt, wie
Siedlungsspuren bei Beldibi bewiesen.
Die 42 km von Antalya nach Kemer legt man in einer
überwältigenden Berglandschaft zurück. Ein bestens ausgerüsteter
Yachthafen deckt jeden Bedarf der Mannschaften und ihrer Boote.
Die Kemer Strände sind mit der Blauen Flagge der Europäischen
Union ausgezeichnet. |
Ein Einkaufsbummel,
abgesehen von der Qual der Wahl wegen des breit gefächerten Angebotes,
ist
ein wirkliches Vergnügen. Die Strandpromenade nördlich des Yachthafens
fällt in Terrassen ab, über die man die Cafes und Geschäfte betritt.
Im 'Yörükler' (Nomaden)-Park kann man den ihre traditionellen
Handwerkskünste ausübenden Nomaden zusehen, entlang der Bucht
bestehen beste Unterhaltungs- und Sportmöglichkeiten. Im Juni
findet der farbenfrohe Kemer-Karneval statt und im selben Monat die
bekannte Yachtregatta zwischen Kemer und Girne (Türk. Rep.
Nordzypern). Kiziltepe, Göynük (Blaue Flagge) und Beldibi (Blaue
Flagge) nördlich von Kemer sowie Camyuva und Tekirova (Blaue Flagge)
im Süden sind weitere Fremdenverkehrszentren voller touristischer
Attraktionen und Aktivitäten und alle im Wald gelegen.
Zu Füßen des 2575 m
hohen Tahtali-Berges (Olympos), 15 km südlich von Kemer liegen die
drei natürlichen Häfen des antiken Phaselis, einer einstmals
bedeutenden Handelsstadt, von deren Größe noch die Ruinen des
Theaters, der Agora, des Aquädutes und der Akropolis zeugen. Ein
kleines Museum am Eingang zu Phaselis, wenn man auf dem Landweg
kommt, bietet weitere Informationen. Die sandigen Strände bilden
einen wunderbaren Flecken zum Faulenzen, Spielen und Träumen. Das
friedliche Meer ist ideal zum Schwimmen. Seit 2007 fährt täglich
eine Seilbahn auf den Gipfel des Tahtali Berges.
Das antike Olympos
liegt an der Südseite des Tahtali. Das Tal der Stadt ist bewachsen
mit Oleander- und Lorbeerbüschen und sowohl auf dem Land- als auch
auf dem Seeweg erreichbar. Das Spiel des Lichtes unterstreicht die
Schönheit des Bodenmosaiks in einem antiken Bad. Das Tor eines
Tempels, erbaut unter Marcus Aurelius Ende des 2. nachchristlichen
Jahrhunderts, und das Theater sowie ein Brückenkopf und ein Stück
vom Kai aus der hellenischen Zeit, repariert von Römern und
Byzantinern, erinnern noch an das Altertum; die Außenmauern und
Türme rund um die Bucht stammen schon aus dem Mittelalter.
Im Norden von Olympos
über dem Cirali Strand liegt Yanartas, die brennenden Steine, in 300
m Höhe. Hier entweicht Gas aus Felsspalten, das sich im Freien
entzündet. Die Mythologie berichtet, daß der lykische Held
Bellerophon auf seinem geflügelten Pferd Pegasus versucht haben
soll, die 'Feuerspeiende Chimäre' zu bezwingen. Wie man sieht, ist
ihm das glücklicherweise nicht gelungen. Das sagenumwobene Feuer
fasziniert bis auf den heutigen Tag den Betrachter.
Im Süden von Olympos liegt die Cavus-Bucht mit ruhigem Wasser und
feinen Sandstränden. Hier kann man sehr schön Wasserski fahren und
geheimnisvolle Meereshöhlen erforschen.
Eingangshafen für
Olympos ist Finike, umgeben von Zitrusbäumen und Gärten. Einsandiger
Strand erstreckt sich nach Osten, im Westen liegen kleinere und
größere Felsenbuchten. Limyra, eine alte lykische Stadt, liegt 10 km
von Finike landeinwärts bei Turuncova. Das Grabmal mit dem Sarkophag
des Perikies aus dem 4. Jh.v.Chr. ist mit vier Karyatiden geschmückt
- ein Prachtexemplar antike Kunst. Die Stadtmauern und das
hellenischer Theater mit sieben Abteilungen sind ebenfalls sehr
interessant.
Weiter an derselben Straße und 12km von Finike entfernt
liegt die lykische Stadt Arykanda (Arif) auf einem Berg, von wo aus
man das schöne Tal überblickt. Arykanda war seit mindestens 500 v.Ch. besiedelt. Die Byzantiner nannten die Stadt Alcalanda, die 240 n.Ch. durch
ein Erdbeben zerstört wurde. Verstreut herumstehende
Sarkophage und Theater-, Agora-, Stadion-, Buleuterion-, Nymphäum-,
Bad- und Gymnaseionruinen beeindruckenden Besucher. An einem
Lagerhaus stehen die Büsten der römischen Kaiser Hadrian und
Faustinus. Die Stadt wurde im II. Jh. endgültig verlassen. In Demre
(Kale), dem alten Myra, 25 km westlich von Finike schauen viele
prächtige Felsengräber auf das großartige Theater hinab. Im 4.
Jahrhundert war St. Nikolaus Bischof in dieser Stadt, wo er auch
starb.
Die Knochen des Heiligen sind von mittelalterlichen
Handelsreisenden geraubt worden und werden seitdem als Reliquien in
Bari (Italien) verehrt. Jedes Jahr im Dezember ziehen die St.
Nikolaus-Gedenkfeiern viele Touristen an, die ihre Weihnachtsferien
an der sonnigen Küste des alten Lykiens verbringen.
Cayagzi, der alte Hafen
von Andriace im Westen von Demre, verfügt über einen schönen Strand
zum Schwimmen und Sonnenbaden. Die Insel Kekova ist eine knappe
Bootsstunde von Dalyanagazi entfernt. Kekova heißt auch eine ganze
Sammlung kleiner Inselchen, Buchten und antiker Stätten.
Diese Buchten bilden zu
jeder Jahreszeit natürliche Häfen, die sich bei Yachtseglern großer
Beliebtheit erfreuen. Am Nordufer der Kekova lnsel ist das antike
Apollonia nach einem schweren Erdbeben im glasklaren Wasser
versunken. Vom Kaleköy-Kastell (Simena) aus wird dem Betrachter ein
herrlicher Blick auf die vielen Buchten, Inseln und Meeresarme
geboten. Westlich von Kekova liegt das an drei Seiten von Bergen
umgebene Kas, dessen freundliche (und geschäftstüchtige) Fischer Sie
in einem "Wassertaxi" zu einer der schönen Buchten fahren, in deren
klaren Gewässern man hervorragend schwimmen und tauchen kann.
Vom antiken Antiphellos,
wie Kas einst hieß, zeugen nur noch die lykischen Felsengräber und
einige Sarkophage, aber der Zauber des Städtchens ist erhalten
geblieben. Es ist ein wahres Vergnügen, durch die Straßen zu
schlendern und das bunte Angebot von türkischen Handarbeiten,
Lederwaren, Kupfer- und Silbersachen, Baumwollkleidung und Teppichen
zu begutachten, über die blumengeschmückte Strandpromenade zu
bummeln oder sich im Schatten von Palmen auszuruhen. Die Bars, Cafes
und Restaurants von Kas bieten jede Menge türkische Spezialitäten
und ein beachtliches Nachtleben. Die Berge, die die Stadt wie eine
Theaterkulisse umgeben, gewährleisten eine interessante Alternative
in Bezug auf die Aufteilung der Urlaubsfreuden. Man kann über die
bewaldeten Hügel wandern und verlassene Dörfer und alte Ruinen
aufsuchen. Der Energiegeladene wird sich vielleicht aufmachen, um
den höchsten Gipfel des Kizlar Sivrisi (3086 m) zu besteigen oder
erst einmal den zweithöchsten mit 3030 m auf dem Akdag.
Entlang der
abwechslungsreichen Straße vor Kalkan liegt Kaputas mit einem sehr
schönen Strand, an dessen Ende die Türkishöhle, die türkische "Blaue
Grotte", auf Sie wartet. Danach erreichen Sie Kalkan, ein
sympathisches Städtchen am Berghang, das auf eine kleine Bucht
blickt. Mit seinen weißgekalkten Häusern unter Kaskaden von Blumen,
scheint die Stadt das Sinnbild eines friedlichen Ferienortes zu
sein. Schmale Gassen flankiert von Souvenir-Läden und Bistros
winden sich zu dem liebenswerten Yachthafen hinab.
Jeden Morgen sammeln die Bootsführer geschäftig Touristen ein, um
sie zu den nahe gelegenen Stranden und Buchten zu fahren. Bei
Sonnenuntergang und einem Erfrischungsgetränk in einem der vielen
Terrassenlokale genießt man das bunte Treiben der einlaufenden
Boote.
Der größte Hafen im
antiken Lykien war Patara. Der Legende nach sind Apollo und sein
Bruder hier geboren. Die etwas konkretere Geschichtsschreibung weist Patara als den Geburtsort des
Heiligen Nikolaus aus. Die zahlreichen
Ruinen sind sehr interessant, besonders ein 3-bogiges Ehrentor des
Modestus und das teilweise zu sehende Theater aus dem zweiten
nachchristlichen Jahrhundert. Aber Patara wird auch von
Strandliebhabern geschätzt: 22 km reiner weißer Sandstrand (Blaue
Flagge) - soweit das Auge reicht - dürften ein handfester Grund
dafür sein, dass hier sämtliche Wassersportarten ausgiebig gepflegt
werden, wobei Ihnen das Gefühl vermittelt wird, sich an einem
Privatstrand aufzuhalten.
Die alte lykische
Hauptstadt Xanthos, das heutige Kinik, liegt 18 km nördlich von
Patara. Theater, Harpiyengrab, Nereiden-Monument, Agora,
Inschriftensäulen aus lykischer, römischer und byzantinischer Zeit
verleihen dem Ort eine besondere Note.
In Letoon, dem etwa 6
km entfernten Hauptheiligtum der Lykier, erwarten den forschenden
Besucher die Tempelruinen der ihm aus der Mythologie vertrauten
Göttertrias Leto, Apollo und Artemis.
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Textquelle: Ministerium für Kultur und Tourismus
überarbeitet von Peter Kaiser
Fotos: ©
Peter Kaiser,
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