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Nördlich von
Antalya
Berühmt für seine
unverdorbene Flora und Fauna ist das Seengebiet Göller Bölgesi
150 km nördlich von Antalya. Burdur ist in der ganzen Türkei
sowohl für seine Seen als auch seine Teppiche und Kelims
bekannt. Die Stadt konnte bis heute ausgezeichnete Beispiele
regionaler Wohnkultur bewahren.
Darunter auch die
Herrschaftshäuser Tasoda, Kocaoda (Celikbasi) und Misirlilar aus
dem 17. Jh., deren Innenräume und Fassaden den osmanischen
Baustil zeigen (montags geschlossen). Die Ulu-Moschee (1300)
bekam 1919 ihr heutiges Gesicht. Auf dem Kupfermarkt (Bakircilar
Carsi) sind sämtliche Erzeugnisse regionaler Handwerkskunst zu
bewundern und zu erwerben. |
Das archäologische Museum
von Burdur beherbergt eine
reiche Sammlung regionaler Funde aus dem Neolithikum, der Bronzezeit
und den Epochen der Hellenen, Römer, Byzanthiner, Seldschuken und
Osmanen. (montags geschlossen).
Der Burdur-See mit
seinen schönen Badestränden ist hervorragend für Wassersport
geeignet. Vom Gipfel des Susamlik-Hügels hat man einen wunderschönen
Blick über den See und die Stadt. Die Insuyu-Höhle 10 km südlich an
der Straße nach Antalya gelegen ist 597 m lang mit neun
eindrucksvollen Ausbuchtungen voller Stalaktiten und Stalagmiten.
60 km von Burdur entfernt im Kreis Bucak befindet sich Camlik (Kremna)
eine bedeutende Stadt im alten Pisidien, mit vielen Überresten aus
der römischen und byzantinischen Zeit.
Gölhisar, das lykische
Cibyra und spätere Hauptstadt des pisidischen Vierstädtebundes,
liegt 100 km südwestlich von Burdur entfernt ebenfalls im Kreis
Bucak mit Ruinen von Stadion, Oberer und Unterer Agora, Theater,
Nekropole und weitgespannten Aquädukten überwiegend aus der
römischen Zeit. Die Cibyrer waren Meister in der Eisenverarbeitung.
Ebenfalls im Kreis Bucak liegt Incedere (Hereköy) mit Incirhan,
einer unter Seldschukensultan Giyasettin Keykubat im 13. Jh.
errichteten Karawanserei. Der Salda-See 1050 m ü.M. ist mit seinen
Uferhotels, -restaurants und -cafe ein gelungener Erholungs- und
Ausflugsplatz. Aus dem in der Nähe liegenden Hacilar Höyük (Tumulus)
kamen über 10.000 Jahre alte Spuren menschlicher Besiedlung,
darunter außergewöhnliche Keramiken, ans Tageslicht, Die
Ausgrabungen dauern an. Vermutlich werden hier noch ältere Artefakte
gefunden.
33 km östlich von Burdur in der Nähe des Dorfes Aglasun bestand die
pisidische Stadt Sagalassos mit einem monumentalen Stadttor, einer
Arkadenallee, einer Agora, einem grandiosen Theater und Tempeln aus
der römischen Zeit.
Das in den Taurusbergen gelegene lsparta ist die Stadt der Seen mit
lieblichen Ufergebietes, die im Frühling und Sommer von wilden
Blumen in Hülle und Fülle überwachsen sind. In der Stadt sollten Sie
die 1417 von den Seldschuken erbaute Ulu Moschee bewundern, den
Bedesten aus dem Jahre 1561 und die aus demselben Jahr stammende
Firdevs Pascha oder Mimar Sinan Moschee, die beiden letzteren Werke
des Baumeisters Sinan. Sehenswert ist auch die Burg von lsparta aus
dem 14. Jahrhundert. Die Stadt ist umgeben von riesigen Feldern
voller Rosen. In lsparta wird Rosenöl für die Kosmetikindustrie
hergestellt.
Ein lsparta-Andenken ist der dichtgeknüpfte
Wollteppich. In dem nahegelegenen Hügelgebiet bieten die Gegenden um
Kirazlidere und Sidre Erholungs- und Aussichtsmöglichkeiten. Im
Süden von lsparta erstreckt sich 1405 m ü.M. der von Nadelwald
umgebene Gölcük-See.
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Textquelle: Ministerium für Kultur und Tourismus
überarbeitet von Peter Kaiser
Fotos: ©
Peter Kaiser,
soweit nicht anders vermerkt
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